Flughafenübersicht vom Meer aus
Gelegentlich sah ich ein Werbeplakat eines Reisebüros,
das besagte, dass man mit einem Boot von der See aus, also aus der Tokio-Bucht, den Flughafen Tokio-Haneda betrachten kann.
Diese Perspektive, um Flugzeuge zu fotografieren, hatte ich noch nie erlebt, also habe ich mich angemeldet.
Am Treffpunkt am internationalen Terminal trafen sich insgesamt 30 Personen,
die meisten schienen Flugzeugbegeisterte zu sein, die Hälfte hatte Spiegelreflexkameras und Teleobjektive dabei, alle waren gut vorbereitet.
Vom Flughafen aus sind wir 15 Minuten zu Fuß nach Westen zum Anleger gegangen,
im Tama-Fluss gibt es also tatsächlich so einen Pier.
Die Wettervorhersage für diesen Tag lautete eigentlich bewölkt mit späterem Aufklaren, ich hoffte, Flugzeuge bei Start und Landung unter blauem Himmel mit weißen Wolken aus der Nähe fotografieren zu können, doch das Spiel war verloren: Am Nachmittag wurde das Wetter zunehmend schlechter, die Wolken wurden dicker, die Sicht war schlecht, also erwartete ich keine farbenfrohen Bilder mehr.
Das Boot verließ den Pier und fuhr nach Süden zur Schwelle der Runway 05,
an diesem Tag wehte Südwind, also beobachteten wir zuerst Starts von der 16R,
Von der See aus ist man tatsächlich etwas näher dran als im Ukishima-Park,
man kann die Flugzeugnase größer im Bild haben, und auch Aufnahmen des "Bauches" direkt unter dem gerade gestarteten Flugzeug machen.
Ein Rückblick auf den Tower und das Terminal 1, der graue Himmel macht gar keinen Spaß.
Beachten Sie die RVR-Transmissometer zur Messung der Runway Visual Range und den Wind Speed Meter,
die habe ich schon einmal bei ANA Flug NH1259 Tokio Haneda-Shanghai Hongqiao Reisebericht fotografiert,
aber diesmal von der See aus, im Vergleich ist das ganz interessant.
Dann fuhr das Boot einen halben Kreis durch die Tokio-Bucht nach Norden in die Nähe der Runway 22, um landende Flugzeuge zu sehen.
Da wir uns direkt unter dem Endanflug befanden, war dieser Fotoplatz sehr zufriedenstellend.

Das Boot konnte auf der See frei manövrieren, durch die Anflugbefeuerung fahren, und auch Nahaufnahmen des Lichtsystems machen.

Zum Schluss fotografierten wir Starts von der Runway 16L, eigentlich war diese Szene der Höhepunkt, denn bei gutem Wetter ist der Berg Fuji im Hintergrund,再加上 blauem Himmel und weißen Wolken, oder am Abend mit Abendrot, wie attraktiv wären solche Fotos!
Leider betrug die Sicht an diesem Tag nur wenige Kilometer; vom 100 Kilometer entfernten Fuji mal ganz zu schweigen,
selbst die Hochhäuser im nahegelegenen Tokio waren nicht zu sehen, leider.

Übrigens sah ich auf dem Rückweg die Korean Air Maschine HL7534, die am Flughafen Tokio-Haneda nach einem Triebwerksbrand den Start abbrach,
darüber hatte ich vor ein paar Tagen gerade geschrieben.
Nächstes Mal werde ich für den Winter reservieren, beim Wetter kann man nur auf Glück hoffen.





