Geheimnisse des Cockpits 6.9: Am Fluggaststeigturm parken
Es ist mir etwas peinlich, dass diese Serie seit über einem halben Jahr nicht mehr aktualisiert wurde. Kürzlich habe ich ein paar Fotos gemacht, auf denen ein Vorfeldlotse ( marshaller ) ein Flugzeug zum Gate lots, obwohl sie vor dem Boarding mit dem iPhone gemacht wurden, ist das Ergebnis zufriedenstellend, also kann ich die Serie endlich fortsetzen.
Schauen wir uns zunächst die häufigsten Handzeichen an, wenn ein Vorfeldlotse mit gelben Schildern winkt,
Aus der Sicht der Piloten,
z. B. bei der Anweisung nach links zu drehen, wie in der rechten Abbildung oben zu sehen ist,
streckt der Lotse den rechten Arm waagerecht und bewegt den linken Arm ständig nach oben,
und die Geschwindigkeit der Bewegung zeigt dem Piloten, wie stark die Kurvengeschwindigkeit angepasst werden muss.
Der Pilot muss die Handzeichen des Litsen genau beobachten, sich dem Rhythmus der Führung anpassen,
das Steuerungsrad sanft bedienen und das Flugzeug genau auf der Einfädelungslinie ( lead-in line ) rollen lassen.
Das folgende Foto wurde aufgenommen, als ein Vorfeldlotse ein A320-Flugzeug in eine Linkskurve lotste,
am Flughafen Kansai in Osaka.

Laut dem “旅客機操縦マニュアル (Passagierflugzeug-Handbuch)”, das ich zur Hand habe, sollten Piloten das Rollgeschwindigkeit am Boden nicht mehr als 5 Knoten betragen lassen und das Steuerungsrad sanft bedienen, da zu hektisches Lenken dazu führt, dass die Passagiere in der Kabine ein Schaukeln spüren, was sehr unangenehm ist. Ein geübter Pilot hingegen steuert so, dass die Passagiere nicht bemerken, dass das Flugzeug am Boden korrigiert wird.
Nachdem das Flugzeug in Richtung Gate gedreht wurde, korrigiert der Lotse die Fahrtrichtung weiter,
wie unten,
Das Bugrad ist bereits auf der Einfädelungslinie, muss aber noch leicht nach rechts korrigiert werden,
daher bewegt der Lotse den rechten Arm langsam und lots das Flugzeug genau auf das Gate zu.
Das Flugzeug nähert sich dem Gate, also hebt der Lotse beide Arme hoch,
bewegt die gelben Schilder langsam links und rechts, wie in der linken unteren Abbildung oben zu sehen, und lots das Flugzeug langsam nach vorne.

Wenn die Winkelgeschwindigkeit gleich bleibt, bedeutet das, dass der Pilot die aktuelle Geschwindigkeit halten soll, wenn die Bewegung schneller wird, bedeutet das, dass der Pilot die Geschwindigkeit moderat erhöhen soll, wenn die Bewegung langsamer wird, ist die Geschwindigkeit zu hoch und der Pilot muss moderat abbremsen. Der Pilot muss hier leicht bremsen, die Bewegungen der Arme des Lotesen koordinieren, darf das Flugzeug aber auf keinen Fall anhalten. Denn wegen der Trägheit ist es, sobalddas riesige Passagierflugzeug einmal zum Stehen gekommen ist, notwendig, wieder den Schub zu erhöhen, um Vortrieb zu erhalten, und auf sehr kurzer Distanz darf die Geschwindigkeit nicht zu hoch sein, was eine sehr schwierige Operation wäre.
Je näher das Flugzeug dem Gate kommt, desto langsamer werden die Armbewegungen des Lotesen,
der Pilot bremst weiter leicht, das Flugzeug rückt langsam vor und kommt in einen Zustand, in dem es jederzeit anhalten kann,
daraufhin streckt der Lotse beide Arme waagerecht aus und hebt sie langsam bis über den Kopf, wie in der linken unteren Abbildung oben gezeigt,
wenn die Arme überkreuzt werden, bedeutet dies, dass das Flugzeug die Stoppposition erreicht hat,
und gleichzeitig muss der Pilot zu genau diesem Zeitpunkt die Bremsen fest betätigen, um ein Überrollen der Parkposition zu verhindern.
Nachdem das Flugzeug steht, legt das Bodenpersonal Radkeile vor und hinter die Räder, und die Piloten können mit dem Abstellverfahren beginnen.
Neben der Lotsung durch Personen sind heute viele Flughäfen mit automatischen visuellen Andockleitsystemen ( Visual Docking Guidance System ) ausgestattet,
Piloten können den Anweisungen des Bildschirms folgen und das Flugzeug in den Parkstand rollen.

Das visuelle Andockleitsystem besteht aus einem Bildschirm und einem Laser-Scanner, der den Abstand des Flugzeugs misst. Das System kann den Flugzeugtyp erkennen und analysieren, die Position des Flugzeugs per Laser verfolgen und das Ergebnis auf dem Bildschirm anzeigen. Die Informationen auf dem Bildschirm umfassen hauptsächlich: Flugzeugtyp Information zur Abweichung von der Mittellinie Abstand zur Parkposition
Nachdem das Bodenpersonal die Flugzeugtypinformationen über das manuelle Bedienfeld eingegeben und überprüft hat,
startet das System die Selbstprüfung und beginnt fortlaufend zu scannen.
Wenn noch kein ankommendes Flugzeug erkannt wurde, zeigt der obere Teil des Bildschirms den Flugzeugtyp an, der untere Teil zeigt einen Pfeil, der sich kontinuierlich nach oben bewegt,
wie in untenstehender Abbildung Figure 1 gezeigt,
beim Einrollen in den Gate-Bereich kann der Pilot anhand dieses Signals erkennen, dass das System aktiviert ist und auf sein Flugzeug wartet,
und beginnt daraufhin mit dem Einrollvorgang.
Wenn der Laser ein ankommendes Flugzeug detektiert, beginnt das System, in der Mitte des Bildschirms ein T-förmiges Symbol anzuzeigen, unter dem T ist ein kleiner Pfeil, der nach oben zeigt, wie in obenstehender Abbildung Figure 2 gezeigt.
Wenn sich das Flugzeug der Stoppposition auf 12 Meter nähert, beginnt das System zu prüfen, ob der erkannte Flugzeugtyp mit dem eingegebenen übereinstimmt.
Wenn die Informationen übereinstimmen, wird die Führung fortgesetzt.
Wenn das System jedoch eine Diskrepanz feststellt, zeigt der obere Teil des Bildschirms abwechselnd die Fehlermeldung “STOP-ID-FAIL” an,
gleichzeitig werden in der Mitte des Bildschirms zwei rote Quadrate als Warnung angezeigt.
Bei dieser Nachricht muss der Pilot sofort anhalten.
Wenn das System feststellt, dass die Rollgeschwindigkeit zu hoch ist, wird “SLOW” auf dem Bildschirm angezeigt,
was den Piloten daran erinnert, die Geschwindigkeit zu verringern, um ein Überrollen des Parkstandes zu verhindern.
Wenn das System feststellt, dass das Flugzeug von der Mittellinie abgewichen ist,
wird unter dem T ein kleiner gelber Pfeil nach oben angezeigt,
der anzeigt, ob sich das Flugzeug aktuell links oder rechts der Mittellinie befindet.
Gleichzeitig wird oben auf dem Bildschirm ein blinkender roter Cursor angezeigt, der nach rechts oder links zeigt,
und erinnert den Piloten daran, den Kurs nach rechts oder links anzupassen.

Wenn das Flugzeug innerhalb von 30 Metern zur Parkposition ist, beginnt der Bildschirm, den Abstand anzuzeigen, und aktualisiert die Daten in Metern pro Meter Annäherung, z. B. 30,0 m, 7,0 m usw. Innerhalb von 2 Metern zur Parkposition werden die Zahlen alle 0,2 Meter aktualisiert.
Wenn das Flugzeug weniger als 16 Meter von der Parkposition entfernt ist, beginnt sich auch die Länge der vertikalen Linie des T-Symbols zu verkürzen,
Diese Anzeige bildet nicht nur anschaulich den Abstand zum Stopppunkt ab, sondern zeigt auch die Verringerungsrate,
was dem Piloten hilft, die Rollgeschwindigkeit besser zu kontrollieren.
Die Länge der vertikalen Linie verringert sich um ein Segment pro 0,5 Meter Annäherung.

Wenn das Flugzeug die Parkposition erreicht, wird “STOP” auf dem Bildschirm angezeigt, gleichzeitig erscheinen auf beiden Seiten in der Mitte zwei rote Quadrate,
wie unten gezeigt.

Wenn das Flugzeug korrekt am Parkstand steht, wird “OK” auf dem Bildschirm angezeigt und bleibt mehrere Sekunden lang stehen, wie in untenstehender Abbildung Figure 12 gezeigt.

Wenn das Bodenpersonal die Fahrwerkssicherungen eingelegt hat und den “CHOCK ON”-Schalter des Systems betätigt,
erscheint auch die Meldung “CHONCK ON” auf dem Bildschirm, was dem Piloten anzeigt, dass dieser Vorgang abgeschlossen ist,
wie in untenstehender Abbildung Figure 13 gezeigt.

Damit ist der gesamte Lotsungsprozess beendet.