Notizen eines Flugsimulations-Enthusiasten

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Geheimnisse des Cockpits 6.4: Platzrunde

Der Platzrundenverkehr (Traffic Pattern, auch als Fünfeckflug bekannt) definiert den vorgeschriebenen Verkehrsablauf für Luftfahrzeuge, die auf dem Flughafen starten und landen. Diese Route verläuft relativ zur Start- und Landebahn in einem rechteckigen Muster auf einer bestimmten Höhe. Sie ermöglicht den Piloten, die Position anderer Piloten in der Flughafenumgebung zu erkennen und ihr Verhalten vorherzusehen. Der Platzrundenverkehr ist auch ein wichtiger Bestandteil der Pilotenausbildung; Piloten können beim Fünfeckflug wichtige Flugtechniken wie Start, Steigflug, Kurvenflug, Reiseflug, Sinkflug und Landung üben.

Die Platzrunde besteht aus fünf Hauptabschnitten:

  1. Gegenanflug (Departure oder Upwind)
  2. Quergrund (Crosswind leg)
  3. Rückenflug (Downwind leg)
  4. Endanfluggrund (Base leg)
  5. Endanflug (Final Approach)

Je nach Kurvenrichtung des Flugzeugs im Platzrundenverkehr wird zwischen einer linken Platzrunde

und einer rechten Platzrunde

unterschieden.

An Flughäfen ist der Platzrundenverkehr in der Regel eine Link Platzrunde. Aufgrund von Geländeformen, Städten oder anderen Einschränkungen oder um Konflikte mit benachbarten Flughäfen zu vermeiden, kann auch eine Rechtsplatzrunde festgelegt werden. Die Flughöhe des Platzrundenverkehrs liegt normalerweise zwischen 300 und 500 Metern.

Aus den obigen Abbildungen lässt sich entnehmen, dass beim Start vom Flugplatz im Allgemeinen ein gerader Ausstieg (straight out departure) auf dem Gegenanflug möglich ist oder ein Abbiegen in einem 45-Grad-Winkel (45° departure) vom Gegenanflug. Bei der Landung fliegen Flugzeuge meist von der Rückenseite aus in einem 45-Grad-Winkel in die Platzrunde ein (45° entry in der Abbildung oben). Selverständlich müssen Flugzeuge beim Verlassen des Platzes zur Join eines Luftstraßennetzes und beim Einkehren vom Luftstraßennetz zum Platz, die in den Flughafen-Betriebshandbüchern oder An- und Abflugverfahren vorgeschriebenen Routen und Höhen für den Steig- oder Sinkflug einhalten. Das Einfliegen in die Platzrunde erfordert die Genehmigung der Fliegereitung (Air Traffic Control), muss in Flugrichtung erfolgen und darf nicht querab geschnitten werden.

Für Landungen mittels ILS muss das Flugzeug im Allgemeinen nur in Richtung der Start- und Landebahn den Lokalisierungsfrequenz (Localizer) abfangen und geradeaus in den Endanflug fliegen; dies nennt man straight-in ILS approach.

Was aber geschieht, wenn auf einem Flughafen die ILS-Antenne nur auf einer Seite installiert ist und in die entgegengesetzte Richtung gelandet werden muss? In diesem Fall kann ein Circling Approach angewendet werden. Der Sichtkreis-Anflug (Circling Approach) ist ein Sichtmanöver rund um den Flughafen, das sich unmittelbar an den instrumentenflug im Endanflug anschließt und vor der Landung durchgeführt wird (Landung über eine mit der Platzrunde übereinstimmende Sichtkreislinie). Als eigenständige Anflugart ist dieser Bestandteil vieler Flugplatz-Anflugverfahren.

Für landende Flugzeuge im Platzrundenverkehr erteilt die Fliegereleitung je nach Verkehrsaufkommen manchmal diverse Anweisungen zur Staffelung (Sequencing). Nach Erhalt der Befehle müssen Piloten ihren normalen Flugweg ändern und die Flugroute gemäß den konkreten Anweisungen anpassen. Diese Anweisungen umfassen unter anderem: 1 straight-in approach Gerader Anflug 2 join direct base Direktes Einfliegen auf den Endanfluggrund (Base leg) 3 make short approach Verkürzter Anflug: Verringern der Flugstrecke im Rückenflug so weit wie möglich, also eine Anweisung zur frühen Landung 4 make left/right three sixty Auf dem Rückenflug eine Linkskurve oder Rechtskurve (360 Grad) fliegen. Da auf dem Endanfluggrund und im Endanflug andere Flugzeuge im Start- oder Landeanflug sind, wird das Flugzeug für eine gewisse Zeit auf dem Rückenflug gewartet. 5 extend downwind Verlängern des Rückenflugs: Eine weitere Methode zum Warten des Flugzeugs 6 make two-seventy before base Vor dem Einflug in den Endanfluggrund 3/4 Kreise (270 Grad) drehen und dann normal in den Endanfluggrund einfädeln. Eine weitere Wartemethode 7 break traffic Verlassen der Platzrunde. Da die Landevoraussetzungen momentan nicht gegeben sind 8 circle the aerodrome Weiter einen Platz um den Flugplatz in der Platzrunde kreisen. Dies ist eine noch längere Wartemethode

In Bezug auf den Platzrundenverkehr wird auch häufig der Fachbegriff Touch and Go verwendet. Damit ist gemeint: Ein Flugzeug berührt bei der Landung kurz den Boden und hebt sofort wieder zum Start ab (Touch and Go), also ein aufeinanderfolgender Start oder ein Durchstarten nach Bodenkontakt. Wenn der Pilot das Flugzeug vor dem erneuten Start vollkommen zum Stillstand bringt, nennt man dies Stop and Go.

Touch and Go wird hauptsächlich für die Pilotenausbildung und für Flugzeugtests verwendet. Zum Beispiel führte die ANA (All Nippon Airways) mit der ersten gelieferten Boeing 787, dem Traumliner, vor der Aufnahme des kommerziellen Linienbetriebs am Flughafen Nagoya Chūbu wiederholte Starts durch. Viele Flugbegeisterte, die diese Nachricht im Voraus erhielten, machten sich auf den Weg nach Nagoya, um dies zu erleben. Wenn Sie in der Nähe eines Verkehrsflughafens oder einer Flugschule wohnen, sind Sie die ständig touch and go fliegenden Flugzeuge sicherlich schon gewohnt.

2017/5/27 Dieses Video erklärt das Thema gut und kann als Referenz dienen.

Eine englische Untertitel-Version gibt es hier.

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