Notizen eines Flugsimulations-Enthusiasten

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Titel: Besuch des Luftfahrtwissenschaftsmuseums

Ich habe früher schon mal über den Flohmarkt im Museum of Aeronautical Sciences geschrieben, der immer am ersten Wochenende im März und September in Narita stattfindet. Im Nu war es wieder Anfang September, also bin ich am Wochenende mal rübergefahren.

Das Museum of Aeronautical Sciences öffnet um 10 Uhr vormittags, und ich war ziemlich pünktlich um 10 Uhr da, aber für den Flohmarkt musste man sich eine Nummer ziehen. Ich habe die Nummer 270 bekommen – schaut mal, was für eine lange Schlange das war. Zum Glück konnte ich so ein bisschen die JT8D, das Höhenleitwerk der 757 und das Fahrwerk der DC8 wiederholen, also war es nicht langweilig. Später habe ich in den Nachrichten gelesen, dass die ersten Leute schon am Nachmittag vorher um 17 Uhr anfingen zu schlange stehen – ich bewundere wirklich ihre Begeisterung.

Nach 30 Minuten Wartezeit endlich im Veranstaltungsbereich angekommen – viele Instrumente waren noch die gleichen wie letztes Jahr. Die Preise waren zu hoch angesetzt, kein Wunder, dass sich nichts verkauf. Denn hier verkauften sich ja gut: Flugzeugmodelle, Decken und Tassen mit Airline-Logos usw. Leute wie ich, die sich für Fluginstrumente interessieren, sind eher selten. Ich habe ein Ehepaar gesehen, das zwei Flugzeug-Servierwagen gekauft hat; die NHK hat sie sogar interviewt. Keine Ahnung, wie die teuer waren.

Das Steuerhorn (Yoke) dieser Boeing 727 kostet 50.000 Yen, aber der Erhaltungszustand ist nicht so toll. Klar, selbst in gutem Zustand könnte ich es mir nicht leisten..

Die anderen kamen mit vollen Einkaufskörben raus, zehntausend Yen an der Kasse, aber mir fiel wirklich nichts ein, das ich unbedingt haben wollte. Am Ende habe ich für 100 Yen ein gebrauchtes Buch gekauft – „Erklärungen zu den Prüfungsfragen für die Pilotentheorieprüfung“. Dann fiel mir ein, dass meine Flugkarten für die Region Osaka schon ziemlich zerrissen sind, also habe ich noch für 300 Yen eine TCA-Flugkarte Osaka-Nagoya gekauft.

Außen vor dem Museum gibt es einen Apron, auf dem über ein Dutzend verschiedener ausgemusterter Flugzeuge stehen. Ein Spaziergang zu den alten Flugzeugen ist auch ganz nett, zum Beispiel in das Cockpit dieser YS-11, ein Produkt der 60er Jahre, das Instrumentenbrett ist noch gut erhalten.

Zum Beispiel gibt es auch einen Ka-26-Hubschrauber mit koaxialen Rotoren, die Form ist richtig niedlich, vorne sieht er aus wie eine Biene. Dass man hier in Japan noch eine zivile Ka-26 sehen kann, war mir neu.

Außerdem habe ich draußen am Rand des Aprons einen Aviation-Schrein entdeckt – wieder eine neue Entdeckung. Früher hatte ich schon mal über die einzigartige shintoistische Religion und Aviation-Schreine geschrieben, ich hätte nicht gedacht, dass es hier auch noch einen gibt.

Das Museum selbst hat sich im Vergleich zu letztem Jahr nicht verändert, also habe ich oben auf dem Dach im Restaurant was gegessen, dann noch ein paar Stunden Flugzeuge gespottert – die Ergebnisse teile ich später, wenn ich Zeit dazu habe.