Besuchung des Flughafens Kansai RJBB
Kürzlich war ich wieder einmal geschäftlich in Osaka. Auf dem Heimweg beschloss ich, vom Flughafen Kansai aus nach Tokyo zu fliegen und den Flughafen ein wenig zu erkunden und einige Fotos zu machen.
Am Morgen startete ich am Bahnhof Osaka und fuhr mit dem “Kanku-Ressha”-Zug in Richtung Flughafen von Bahnsteig 1 der JR. In etwas mehr als einer Stunde ist man dort. Man sollte wissen, dass manche Züge an einem Zwischenhalt geteilt werden: Die ersten vier Wagen fahren zum Flughafen, die letzten Wagen fahren woandershin. Also unbedingt aufpassen, dass man im richtigen Waggon sitzt. Im Zug traf ich Herrn Dong und seine Familie aus Taiwan, die zu einer Reise nach Osaka und Kyoto unterwegs waren. Wir unterhielten uns den ganzen Weg und hatten viel Spaß zusammen.
Am Flughafen nahm ich den Bus Nr. 1 zum Flughafen-Observation Deck. Zu diesem Aussichtspunkt habe ich schon einmal etwas geschrieben, den Link gibt es hier, das werde ich hier nicht im Detail erklären.
Vom Observation Deck aus geht es zu den Formalitäten für die Besichtigung. Man bezahlt 500 Yen (umgerechnet ca. 30 RMB) Anmeldegebühr und schon ist man dabei. Das Besichtigungsprogramm heißt “Wakuwaku Kanku Kengaku Plan”. Mit dem Bus fährt man in Bereiche des Flughafens, die für die Öffentlichkeit normalerweise gesperrt sind, wie zum Beispiel das Frachtgebiet, den Treibstofflagerbereich, die Verpflegungszubereitung (Catering), in die Nähe der Rollbahnbefeuerung der nördlichen Startbahn und vieles mehr. Eine Reiseleiterin erklärt dabei alles. Die ganze Tour dauert eine Stunde.
Besichtigungsticket:

Eine von Singapore Airlines gerade gestartete A330 aus dem Frachtbereich gesehen:

Ein Video vom gleichen Ort, aufgenommen mit dem iPhone 5:

Aus dem Frachtgebiet eine gerade vom Gate weggeschobene Boeing 777 von Cathay Pacific. Aus diesem Winkel wirkt sie wirklich mächtig:

Eine Boeing 747-400 der China Airlines in der Nähe des Terminal 2:

Das Foto oben würde man bei einem normalen Flughafen in der Nähe des Flughafens vielleicht noch aus ähnlicher Nähe schießen können, aber da der Flughafen Kansai auf dem Wasser aufgeschüttet wurde, kann man einen solchen Winkel nur aus einem eingeschränkten Bereich (Sperrzone) heraus fotografieren. Übrigens gibt es neben dem Terminal 2 noch einen kleinen Terminal für Privatflugzeuge. Die Parkgebühren sollen angeblich 200.000 Yen pro Stunde betragen, umgerechnet 2000 Dollar. Ein gewaltiger Betrag.
Riesige Treibstofftanks. Laut Erklärung kann ein einziger Tank 60 Boeing 747 betanken. Hier gibt es insgesamt 10 Tanks dieser Größe.

Der Kontrollturm und das Verwaltungsgebäude.

Wetterradar. Das Wetter war herrlich, blauer Himmel, einige Cirruswolken, einfach zum Wohlfühlen.

Ende der Besichtigung. Da mein Flug erst in 3 Stunden geht, gehe ich zurück zum Observation Deck, um weiter Flugzeuge zu fotografieren.

Die Ausbeute an diesem Tag war recht gut, ich stelle ein paar davon vor.
Eine McDonnell Douglas MD-11 von FedEx sollte man eigentlich kaum noch sehen, kaum dass ich ankam, sah ich sie bei der Landung. Ich hatte wirklich Glück.

Eine Boeing 747-400 der UPS ist gerade gestartet. Vierstrahlige Flugzeuge sehen immer so majestätisch aus.

Übrigens wurde an diesem Tag hauptsächlich die Bahn 06R benutzt, aber es gab gelegentlich auch Starts und Landungen auf 06L. Als ich das letzte Mal hier war, wurde die Bahn 24L genutzt, also habe ich meistens Fotos von Flugzeugen vor der Landung gemacht. Diesmal habe ich mehr Starts fotografiert, und das Wetter war auch perfekt, ich bin sehr zufrieden.
Mit einem Funkempfänger habe ich mir die Frequenzen von Delivery (Freigabe), Ground und Tower angehört. Die Aussprache der Fluglotsen fand ich ganz gut, schließlich gibt es hier viele internationale Flüge. Das Englisch der Fluglotsen klang irgendwie standardmäßiger als in Nagoya.
Weiter mit den Fotos: JetStar ist eine LCC und verwendet nur A320. Die silberne Lackierung sieht ziemlich gut aus.

Eine Boeing 737-800 der China Airlines habe ich zum ersten Mal gesehen:

Hier unten zwei Fotos einer Boeing 777-200LR von Air India. Auch ein seltener Typ.
Die Boeing 777-200LR basiert übrigens auf der 777-200ER (ER: Extended Range) und wurde weiterentwickelt.
LR steht für Longer Range. Diese Version hat die größte Reichweite der Welt und kann 17.446 Kilometer ohne Auftanken fliegen.
Damit hat sie die verblüffende Fähigkeit, zwischen beliebigen zwei Flughäfen auf der Erde nonstop zu verbinden.

Ein Airbus A330 der taiwanesischen TransAsia Airways. Auch von dieser Fluggesellschaft habe ich noch nie ein Flugzeug gesehen, sehr selten.

Übrigens, die Familie Dong aus Taipeh, mit der ich unterwegs unterhalten habe, flog mit genau diesem Flugzeug. Die zwei Fotos kann ich ihnen ja schenken.
Als Nächstes eine Boeing 777 von Asiana Airlines. Tränen…
Diesen Monat ist beim Anflug eines Flugzeugs desselben Typs (Asiana Flug 214) in San Francisco etwas schiefgelaufen, drei chinesische Passagiere kamen ums Leben, das ist unglaublich traurig.
Die Kennzeichen dieses Flugzeugs dem des abgestürzten sehr ähnlich, wahrscheinlich wurden sie in der gleichen Charge gekauft.
Piloten von Asiana, bitte fliegt sicher, so ein gutes Flugzeug darf nicht noch einmal abgestürzt werden.

Eine majestätische Boeing 747-400 der United Airlines:

Der neueste Typ der Boeing 747-8 von Korean Air. Das ist der neueste Typ der 747-Familie. Man sieht es schon am Triebwerkskäufer, richtig gut, oder?

So viel zu den Flugzeugen. Hier sind noch ein paar Bilder von Flughafenausrüstung. Zuerst die Antenne des Glideslope der ILS-Anlage.
Dann die Antenne des Localizer vom ILS.
Als Nächstes der Windhaken (in der Bildmitte) und der RVR-Sichtweitenmesser (oben links).
Und hier sind noch die vier PAPI-Lichter, sie sind etwas klein und vielleicht schwer zu finden:

Es war langsam Zeit für meinen Flug, also verließ ich das Observation Deck und ging direkt zum Terminal. Die Fotos aus dem Flugzeug habe ich in einem separaten Blog-Artikel veröffentlicht, bitte mal vorbeischauen.
Ende
