Notizen eines Flugsimulations-Enthusiasten

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Beobachtung des Seitenwindstarts beim Verkehrsflugzeug cross wind take off

Kürzlich besuchte ich erneut den Osaka International Airport und beobachtete am Kopf der Runway 32L Starts und Landungen. Die folgende Fotoserie zeigt eine Abfolge von Startmanövern eines Boeing 777 Düsenjets einer Fluggesellschaft bei linkem Seitenwind. Da dies für das Verständnis der Flugsteuerung hilfreich sein kann, habe ich es kurz zusammengefasst.

Im Allgemeinen verwenden Piloten nach Beginn des Rollens die Methode des Cross Control (Schieben), indem sie das linke Seitenruder leicht treten und den Bug etwas gegen den Wind (nach rechts) ausrichten, um der Windfahne-Wirkung des linken Seitenwinds entgegenzuwirken. Gleichzeitig verursacht der linke Seitenwind ein Ungleichgewicht des Auftriebs an den Tragflächen (der Auftrieb ist links größer als rechts). Um das Gleichgewicht zu halten, drückt der Pilot den Steuerknüppel nach links, um den Auftrieb der linken Tragfläche zu verringern. Dadurch ist der Auftrieb beider Tragflächen im Großen und Ganzen gleich, das Flugzeug befindet sich in einem stabilen Gleichgewichtszustand und der Bug zeigt im Wesentlichen geradeaus auf die Mitte der Runway.

Die Abbildung unten erklärt die Steuerung mittels Schieben. Beachten Sie, dass diese Abbildung die Situation bei rechtem Seitenwind zeigt, daher sind Steuerung und Flughaltung im Vergleich zu oben umgekehrt.

Dies ist jedoch lediglich der Betrieb unter idealen Bedingungen. In der Realität ändern sich Windgeschwindigkeit und -richtung ständig. Der Pilot muss sich den Wetterbedingungen anpassen und flexibel auf verschiedene Windscheren reagieren.

Gut, sehen wir uns das nächste Bild an. Nach Erreichen der Vr-Geschwindigkeit beginnt der Pilot mit dem Ziehen (Pull-up), das Flugzeug hebt den Bug. Man sieht, dass die linke Tragfläche höher ist als die rechte und das linke Hauptfahrwerk früher abhebt als das rechte. Vielleicht überstieg zu diesem Zeitpunkt die Windgeschwindigkeit die Erwartungen des Piloten, sodass der Auftrieb der linken Tragfläche den der rechten übertraf. Dadurch ist die Flughaltung genau entgegengesetzt zur Erwartung, und die Neigung (Schräglage) sowie die Drift der Maschine sind deutlich erkennbar.

Nachdem das Flugzeug vollständig vom Boden abgehoben hat, geht der Pilot von der Korrektur mittels Schieben zur Korrektur mittels Drift über. Das heißt: Seitenruder und Steuerknüppel werden neutralisiert, darauf geachtet, dass beide Tragflächen waagerecht bleiben, der Bug den korrigierten Kurs hält und ein normaler Steiggradient eingehalten wird.

Während der gesamten Abfolge von Manövern blieb die Vorwärtsrichtung der Maschine immer auf der Mittellinie der Runway; selbst nach Auftreten einer Windscherung gab es kaum eine Abweichung. Das Können professioneller Piloten ist wirklich beeindruckend.

Ende