Notizen eines Flugsimulations-Enthusiasten

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Titel: Aufzeichnungen vom Drehen auf dem Flughafen Hiroshima

Kürzlich machte ich einen Ausflug nach Hiroshima und reiste vom Flughafen Hiroshima mit einer JAL-Mesug航班 zurück nach Tokio. Dabei nutzte ich die Gelegenheit, den Flughafen und die Umgebung zu erkunden und machte ein paar Fotos. Hier ist eine kleine Zusammenfassung.

Die Anreise zum Flughafen erfolgt mit dem Flughafenbus ab dem Nordausgang des Bahnhofs Hiroshima; nach etwa 45 Minuten ist man da.

Da es vom Flughafen Hiroshima internationale Flüge nach China gibt, werden auf den Anzeigetafeln auch Informationen auf Chinesisch angezeigt – ein nettes Detail.

Im Flughafen ging es zuerst direkt zur Aussichtsplattform im 3. Stock. Erst oben bemerkte ich, dass hier Eintritt erhoben wird: ein münzbetriebener Eingang, 100 Yen pro Person. Nun gut, wer schon mal da ist – bezahlt und reingegangen. An Flughäfen mit kostenpflichtiger Aussichtsplattform gibt es nicht so viele; mir ist das bisher nur in Okinawa und Hokkaido untergekommen.

Auf der Aussichtsplattform waren viele Leute, die meisten kamen wohl zur Abholung oder Verabschiedung.

Der Flughafen Hiroshima ist recht klein, er hat nur eine Runway (RWY10/28) und sechs Gates (Parkpositionen). Auch die Flugbewegungen sind überschaubar: pro Stunde starten oder landen nur etwa 3 bis 4 Maschinen, fast ausschließlich auf Inlandsstrecken. Neben All Nippon Airways (ANA) ist hauptsächlich Japan Airlines (JAL) vertreten, die Flottenzusammensetzung ist eher begrenzt: ANA setzt vor allem Boeing 777 ein, JAL überwiegend Boeing 737. Für Fliegerfotografen mag der Ort daher etwas zu einsam und eintönig wirken.

Beim Start ziehen die Maschinen direkt vor der Aussichtsplattform hoch; bei Runway RWY28 ist die Position gut, leider lag das Licht gegen die Sonne (Gegenlicht).

Die Aussichtsplattform liegt recht nah am Geschehen. Wenn man der Bodenzustellcrew genau zuschaut, kann man einige Details ihrer Arbeit beobachten. Zum Beispiel auf dem Foto oben: Nach dem Abflug einer Maschine geht ein Techniker so mit dem Towbar (Schleppstange) zurück zum Abstellplatz. Dieser Moment war mir bisher kaum bewusst. Unter der Schleppstange ist ein Rad; sie sieht recht leicht zu schieben aus.

Noch ein Bild: Bevor eine ANA Boeing 777 zurückgeschoben wird, zieht der Techniker das Ground Power Unit (GPU)-Kabel aus dem Rumpf. Die 777 hat einen hohen Rumpf, daher braucht er eine Trittleiter, um ranzukommen. Das Flugzeug wird herausgeschoben, die Triebwerke gestartet, Rollbeginn – der Techniker winkt der Maschine zu. Eine alltägliche Szene, aber in der Routine spürt man trotzdem eine gewisse Wärme.

Allerdings hat diese Aussichtsplattform einen Nachteil: Sie ist sowohl durch ein Schutznetz als auch durch eine Glasscheibe vom Außenbereich getrennt. Aus Sicherheitsperspektive verständlich, für die Fotografie jedoch weniger schön, denn durch eine verschmutzte Scheibe zu fotografieren ist nie optimal. Also beschloss ich, den Platz zu verlassen und in der Umgebung nach anderen Fotopositionen zu suchen.

Ungefähr 15 Fußminuten östlich des Flughafens gibt es einen kleinen Hügel, direkt an der Runway gelegen. Ich hatte schon länger gehört, dass dies ein guter Beobachtungspunkt ist. Also verließ ich den Flughafen und ging ostwärts, vorbei an einem Hotel und einem Park (dieser Park ist wirklich hübsch). Den Hügel findet man leicht; oben auf der Westseite hat man einen direkten Seitenblick auf Tower, Apron und Terminal. Auf der Südseite blickt man direkt auf die Runway. Einige Flugzeugbegeisterte und Familien mit Kindern sind ebenfalls dort, um sich die Starts und Landungen anzusehen. Gerade landet eine JAL Boeing 737; in dem Moment, als sie an uns vorbeizog, wurden die Schubumkehrer geöffnet. Ja, dieser Platz ist wirklich gut. Der Name des Parks ist “Hikouki no mieru oka” (Der Hügel, von dem man Flugzeuge sehen kann). Ein paar lokale Spotter, die ebenfalls fotografierten, unterhielten sich kurz mit mir und erwähnten, dass in der Nähe noch ein weiterer Park namens “Picnic Plaza” (Pikunikku Hiroba) sehr gut sei. Er liegt ebenfalls an der Runway, ist tiefer gelegen und bietet eine noch nähere Sicht auf die Flugzeuge. Er liegt jedoch etwas weiter weg; heute reichte die Zeit dafür nicht mehr.

Gleich darauf rollt eine weitere JAL Boeing 737 zum Start. Dahinter die gerade gelandete Maschine, vorn diejenige, die langsam über die Taxiway heranrollt. Als die Piloten uns sahen, winkten sie freundlich. Ha, vielen Dank!

Nah dran ist eben besser: Man sieht nicht nur die Piloten im Cockpit deutlich, sondern auch Details am Flugzeugäußeren.

Zu solchen Momenten wünscht man sich wieder eine schärfere Optik...

Hier eine rollende JAL Boeing 737 und eine landende ANA Boeing 777.

Gegen 17 Uhr wurde es langsam dunkel. Das Licht in der Zeit um den Sonnenuntergrund ist besonders interessant; ich nutzte die letzten Minuten für ein paar Aufnahmen, dann ging es zurück zum Flughafen.

Ach ja: Im Flughafen gibt es auch einen Flugsimulator, mit dem einfache Starts und Landungen durchgeführt werden können; 200 Yen pro Nutzung. Ich habe es kurz ausprobiert – aber es war sehr einfach und hatte wenig Funktionen, nicht gerade befriedigend. Im Vergleich zu X-Plane lässt es locker mile weit hinter sich,呵呵.

Die Maschine auf dem Rückflug nach Tokio war eine McDonnell Douglas MD-90. Dieses alte Flugzeug wird Ende dieses Monats vollständig aus dem Japan-Verkehr zurückgezogen; künftig wird sich die Gelegenheit, damit zu fliegen, kaum noch bieten. Daher hatte ich extra diesen Flug im Internet gebucht. Der Preis war recht hoch, aber angesichts der seltenen Gelegenheit habe ich es in Kauf genommen. Die Bestuhlung ist 2-3, was sich recht angenehm anfühlt. Das Flugzeug ist extrem sauber gepflegt; man hat überhaupt nicht das Gefühl, in einem kurz vor der Ausmusterung stehenden alten Flugzeug zu sitzen.

Siehst du diese alten Kopfhörer? Ganz vertraut, oder? Die Durchsage des Kapitäns war auch gut; er sprach ganz absichtlich langsam und deutlich, sodass ich die Daten mitnotieren konnte: Reiseflughöhe: 33.000 Fuß Geschwindigkeit: 1080 km/h!! Über Kyoto: 20:11 Uhr Über Hamamatsu: 20:20 Uhr Über Oshima: 20:30 Uhr In Tokio Südwind, Windrichtung 7 Grad, mit möglicher Turbulenz usw.

Da ich extra einen Platz am Fenster links gebucht hatte, war der Blick bei Nacht großartig – besonders über Nagoya und Yokohama, wo die Lichter die Pracht einer Großstadt widerspiegeln.

Die MD-90 ist eine kleinere Maschine, und das Gesamtgefühl beim Fliegen ist recht wendig und leicht; sowohl beim Climb als auch im Turn wirkt alles sehr mühelos. Vielleicht lag es daran, dass ich in letzter Zeit öfter in 777 oder A330 saß – im Vergleich zur gemächlichen Bewegung dieser WidebodyFlugzeuge bietet die MD-90 ein sehr direktes, fröhliches Flugerlebnis.

Nach Schätzung flog unser Flugzeug die MOMOT ONE RNAV-Abflug-Prozedur (Departure).

Die Route lief im Großen und Ganzen so: “RJOA HGE OA28Z TOJYO MOMOT IKUNO CUE KOWA SZE XAC ADDUM AWARD NANSO UMUKI KAIHO AVION ALLIE AZURE HME RJTT”.

Über Chiba wurde dann die KAIHO-Anflugprozedur (Approach) geflogen.

Die letzte Landung erfolgte über die ILS X-RAY-Anflugprozedur auf Runway 34L in Haneda.

Ich habe es auf SkyVector kurz simuliert – sollte passen. Denn bei ILS ZULU 34L geht es direkt vom Abstieg über Chiba, während diesmal über die Tokio-Bucht geflogen wurde. So konnte ich die Hafenstädte Yokosuka und Yokohama sehen – und besonders die Yokohama Bay Bridge, die Hochhäuser von Yokohama Minato Mirai 21 und die große RiesenradGondel sowie das Yokohama Landmark Tower, das höchste Gebäude Japans, ließen sich vom linken Fenster aus klar erkennen. Der Nachthimmel war wirklich fantastisch. In den wenigen Sekunden vom kleinen Turn bei AVION bis ALLIE und der Ausrichtung auf die Runway klebte mein Gesicht am Fenster und ich spähte so weit wie möglich nach vorn – die hellen Landebahnlichter und die Anflugfeuer der Runway 34L in Haneda waren in der Ferne zu erkennen. Ein großartiges Gefühl.

Beim Aussteigen in Tokio konnte man einen Teil des Cockpits von außen sehen; mit dem iPhone habe ich schnell ein Foto gemacht – es ist ziemlich deutlich.

Noch ein Erinnerungsfoto von draußen – auf Wiedersehen. (Schade, dass ich vergessen habe, ob die Registrierung dieser Maschine JA8020 oder JA8029 war…)