Notizen eines Flugsimulations-Enthusiasten

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Titel: Fototagebuch vom Flughafen Tokio-Chōfu

Der Flughafen Chōfu ist der einzige Flughafen für die Allgemeine Luftfahrt (General Aviation) in Tokio und befindet sich in der Stadt Chōfu im Westen der japanischen Hauptstadt. Sein ICAO-Code lautet RJTF. Er verfügt über eine 800 Meter lange und 30 Meter breite Runway 17/35. Es gibt keine Navigationshilfen wie ILS, sondern nur VFR-Flüge nach Sichtflugregeln, und es starten fast ausschließlich Propellerflugzeuge.

Jeden Tag im Jahr öffnet der Flughafen seine Pforten für die Öffentlichkeit und veranstaltet eine kleine Flugschau. Es gibt einfache Flugvorführungen und eine Ausstellung von Flugzeugen am Boden, sowie den Verkauf von Bücher und Flugzeugzubehör. Außerdem gibt es Vorträge zur Luftfahrt für Kinder und Jugendliche, zum Beispiel einen Flugsimulator-Kurs, und man kann lokale Spezialitäten und Snacks aus verschiedenen Regionen probieren – kurzum, es ist ein großes Spektakel. Unter dem Flugzeugzubehör gibt es einige Besonderheiten, wie alte Instrumentenpanels oder zerbrochene Propeller – Dinge, die man normalerweise so nicht im Laden kaufen kann.

Dann gibt es noch VFR-Charts. Sie sind zwar etwas veraltet, aber noch in gutem Zustand. Ursprünglich 2500 Yen, konnte man sie für nur 100 Yen bekommen – weniger als eine Dose Cola. (Tatsächlich habe ich auch eine gekauft, und kürzlich nutze ich sie, um in der Flugsimulationssoftware X-Plane auf elektronische Karten und GPS zu verzichten, nur mit der Karte und den Navigationsdaten darauf zu fliegen, was den Flusspaß an Flugspaß enorm erhöht hat.)

Die Highlight der Veranstaltung ist die Möglichkeit, sich im Voraus für einen kostenlosen Flug mit einem General Aviation-Flugzeug anzumelden. Es handelt sich hauptsächlich um kleine Flugzeuge wie Cessna, die einen Platzrundenflug um den Flughafen machen. Obwohl die Flugzeit nicht lang ist, ist es doch kostenlos – deshalb ist dieses Angebot sehr beliebt.

Dieses Jahr war ich zum ersten Mal dort und habe einen kurzen Bericht geschrieben.

Fangen wir mit dem Tower an. Wie bei anderen Flughäfen auch, gibt es hier nichts Besonderes.

Hangars und verschiedene kleine Läden

Es gibt viele solche kleinen Stände mit lokalen Snacks. Erinnert das nicht an einen chinesischen Tempelmarkt?

Auf dem Apron wurden viele Privatflugzeuge und Flugzeuge kleinerer Gesellschaften ausgestellt. Die meisten waren Cessnas und Pipers.

Einige andere Flugzeuge waren ganz besondere, wie dieser Doppeldecker im Hangar, wirklich hübsch. Es gab auch eine Vorführung von Feuerwehrhelikoptern, aber ich habe keine davon fotografiert.

Hier ist der Kursraum für den Flugsimulator. Die Veranstalter sind X-Plane-Fans, also kommt natürlich X-Plane zum Einsatz. Besonders an ihrem Kurs ist, dass sie den Jugendlichen zunächst 10 Minuten lang die Flugphysik erklären, also zunächst eine theoretische Einweisung (Ground School) durch engagierte Piloten mit Berufspilotenlizenz. Danach führt jeder in X-Plane einen Start und eine Landung durch. Der Flugplatz ist dabei der Flughafen Chōfu, und die Route führt über den Tokioter Luftraum. Da die Schüler die Gegend kennen, fällt ihnen das Fliegen leichter.

Hier sind ein paar Fotos von den kostenlosen Platzrundenflügen mit Cessnas, meistens Cessna 172, nichts Besonderes.

Das größte Flugzeug in Chōfu ist die Dornier 228.

Sie gehört der New Central Air, einer kleinen Fluggesellschaft mit Basis am Flughafen Chōfu. Sie fliegt hauptsächlich Strecken zu den Inseln Kōzushima, Niijima und Izu-Ōshima. Wenn Sie nach Kamakura reisen, haben Sie vielleicht die Gelegenheit, Flugzeuge dieser Gesellschaft über sich fliegen zu sehen, da ihre Reiseflughöhe nur etwa 3000 Fuß, also rund 900 Meter, beträgt, wodurch man sie gut beobachten kann.

Die Dornier Do-228 ist ein kleines Verkehrsflugzeug des deutschen Herstellers Dornier mit Platz für 19 Passagiere. Ihr kennzeichnendes Merkmal ist der rechteckige Rumpf und die bugähnliche, delfinähnliche Nase, die sehr niedlich aussieht. (Letzten Monat ist in Nepal eine Dornier Do-228 abgestürzt. Unter den 19 Todesopfern waren fünf Chinesen, was damals eine große Schlagzeile war.)

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